Mittwoch, 3. Februar 2010

huju ich leb noch ;)

So,hier bin ich wieder :)
Seit Tagen des Internetentzugs bin ich endlich wieder online. Juhu!
Ohje, also wo war ich denn in der Zwischenzeit...um es nicht ganz so verwirrend werden zu lassen, was es sowiso wird, kommt alles der Reihenfolge nach in Absaetzen. (Was sich witzig anhoert, wenn man weiss, dass das mit dem sortieren bei mir leicht schwierig ist;) )

Nach dem Sky Dive blieb ich noch ein paar Tage in Green Monkey, so hiess des Hostel, musste am Ende aber leicht erschreckend feststellen, dass ich ganze 6 Naechte dort war.
Behaengt mit Knochen gings dann weiter :)
Ja ja, was soll jetzt der Satz, ich seh eure Fragezeichen ;)
Hab mir bei nem Workshop aus nem Knochen eine Kette, nach Maoriart, gemacht:) Sogar ich war am Ende davon leicht begeistert.
Am Anfang sahs aber gar nicht danach aus, da der Typ meinte "so, jetzt malt ihr erstmal eure Ideen auf Papier und dann geht los"...
Aeh moment mal, erstmal die nicht kapierten Woerter heimlich im Kopf suchen und dann...was eigene Ideen, malen, ich - nee.
Ich geh wieder "heim", war nett. Tschau.
Natuerlich bin ich nicht Heim, sondern blieb tapfer sitzen und musste feststellen, dass alle anderen (insgesammt waren wir 4 Maedels) schon super Sachen aufm Blatt hatten, nur mein Blatt war leer. Toll, meine Motivation sank natuerlich immer weiter...
Nach guten 4 Stunden wars dann doch so weit, dass mir der Knochenherr, nach Tradition beim ersten Umhaengen, die fertige Kette umgehaengt hat. Und mit Stolz darf ich verkuenden, dass sie gut aussieht:)
So da wars also der 26. Januar und Jan, mein neuer Fahrer, wartete geduldig, bis ich dann auch mal Startklar war.

Oh genau, davor, am 24.1 war im Park noch Drachenfest. War schoen anzusehen, wie viele viele viele verschiedene bunte, grosse und kleine "Drachen" am Himmel waren. Es gab sogar ne riesen Schlange, die sich durch die Luft wurstelte.

Jetzt gings also mit Jan weiter Richtung Golden Bay.
In meinem eigenen Reisetagebuch steht die Ueberschrieft "mit Knochen behaengt am Arsch von NZ unter Hippies" und das sagt auch schon alles aus, was man ueber meinen ersten Eindruck wissen muss.
Ohne Auto kommt man schon gar nicht an dieses ruhige Fleckchen Erde und Touribusse haben wohl ein Fahrverbot:) The Innlet war ein schoenes schnuckeliges Hostel, mit Sofas auf denen man sich sofort Omas mit Teetassen und Strickzeug vorstellt ;) Super schnucklig also. Zudem war drum rum nichts ausser Regenwald, ein paar Kilometer weiter das Meer und natuerlich die Klos, in die man am besten nicht rein schaut...in die konnte man aber sogar rein schauen, weil die so tief waren (lecker, ich weiss)
Dort hab ich auch einen der schoensten Straende ganz NZ gesehen - Wharariki Beach! Und da ist man ganz in Gedanken versunken und noch ganz hin und weg am schlendern und...
faellt wast ueber eine ewig grosse Seehundherde, die dort wohl grad Pause machte! Es war einfach nur genial - die Familie, mit Jungtieren!, lag in so ner Halbhoehle - bewacht von Papa alias Big Boss Bulle, der am "Eingang" lag. Eine seiner Damen hatte sich aber rausgeschlichen und spielte direkt vor mir im Wasser! Wow...
Danach hatten wir, besser gesagt Jan, weil ich im Auto ja meistens einschlaf, einen Sueswassersee gefunden. Die Kiwis dort (also nicht das Obst oder die Voegel) setzten uns quasi kurzer Hand auf ihre Kajaks und so liessen wir dann auch den Tag auslaufen - auf geliehen Kajaks auf einem einsamen See Richtung Abendsonne - wie klieschehaft...;) aber schoen war trotzdem.
Am naechsten Tag haben wir das dann gleich noch mal wiederholt, mit der Veraenderung, dass wir gleich "morgens" los sind und Kai und Svenja (die wir im Green Monkey kennengelernt hatten) dabei waren. War mal wieder erholsam mit ner Frau zu quatschen und im Wasser rum zu duemmpeln - danke Svenja ;) hihi.
Abends hatte ich dann aber, trotz Sonnencreme, einen verdammt heftigen Sonnenbrand...boeses Ozonloch...der es mir sogar unmoeglich machte, eine Hose mit Reisverschluss und Knopf anzuziehen. Meinem Hunger und dem Geschlemme kam das wiederum entgegen, da ich ja dann meine lockere Hose an hatte.
Im Grossen und Ganzen ist zu dem Hostel noch zu sagen, dass ich mit Abstand die absolut juengste war. Allen zb war 70 Jahre alt, hatte immer ein Laecheln und fuer die Damen ein Kompliment auf den Lippen und faert jedes Jahr ne Weile weg. Genialer Mensch.

Oh noch was zu Nelson:
ich war beim Frisoer! Jaja, kein Ding denkt man sich da...schoen waers! Erklaehr der Frau hinter dir mal, was du willst, ohne die Woerter zu kennen, die du braeuchtest und meine, fuer mich verstaendliche, Zeichensprache hat sie auch nicht verstanden. Naja auf die Strasse konnte ich immer noch und Haare wachsen ja wieder. Gott sei Dank...

Dann schrieb es den 29 Januar 2010.
Von allen verabschiedet ging es zu den Pupu Springs (haha aber die heissen wirklich so!). Jan meinte beim hinfahren "das is ne Quelle mit extrem viel Wasser" Ok, wow...
Wow wars dann aber wirklich. Eine riessen Quelle die das ganze Jahr nur 11 Grad hat, die klarste der Welt ist und zudem schiessen noch 14 Qubigliter (hoff, dass man das so schreibt) aus dem Boden, dass es sogar die Wasseroberflaeche darueber hebt. So, da sagste nix mehr. Das Ding war wirklich kristall klar. Reinfassen durfte man leider nicht, weil das eine heilige Irgendwas der Maoris war. Aber gut 11 Grad sind ja jetzt auch nicht warm.

Danach fuer eine Nacht in Murchison und um die laengste oder hoechste Haengebruecke NZ bin ich gluecklicherweise drum rum gekommen :) Nein ich habe keine Angst davor, aber man muss ja nicht alles machen, wer weiss, wie alt die ist!

31.1 war ich dann schon in Hector.
Nein, Jan hab ich auf dem Weg nicht verlohren, der war natuerlich auch dabei.
Popo geiles Hostel!
100 Meter ueber dem Meer, 180 Grad Meerblick und ein sechser Zimmer zu 2 - ole ole!
Gut man muss da erst mal hochlaufen aber das Gepaeck wird vom Host (der Besitzer eines Hostels) mit den Worten "Tea or Coffee on top?" abgeholt - nein man selber darf leider nicht auch noch auf das Quad sitzen. Aber Sport soll ja sinnvoll sein...angeblich.
Oben sitz man dann zum Abendessen auf der Veranda und schaut der Sonne beim Untergehen uber dem Meer zu - genial!!! Hector Delphine hat man von dort auch gesehen!
Fuer alle, die jetzt wieder Fragezeichen statt Augen haben - dass sind die kleinsten der Welt und sind vom Aussterben bedroht und die gibts nur an dem Kuestenabschnitt.
Zwei Naechte Traumurlaub also.

Nach Hector war Punakaiki dran. Auf dieser Fahrtstrecke sind wir automatisch noch bei Westport durch und dort zum Cape Foulwind (bitte englisch aussprechen!). Netter schoener Ort mit untersetztem Leuchturm der jetzt nicht grad der Hammer war, dafuer aber mal wieder die Landschaft!
Dummerweise gabs von dort aus nen Weg zu der Robbenkolonie, zu der wir eigentlich mit dem Auto wollten...Ich habs aber erst zu spaet bemerkt und Jan hat netterweise seinen Mund gehalten.
Und zum Umdrehen wars zwar noch nicht zu spaet aber die Bloese gibt man sich ja nicht ;)
Super - in der absoluten Mittagshitze mit Chandels (Flip Flops, nur das NZ Wort dafuer), schwerem kleinen Rucksack, ohne Muetze, dafuer mit bissi Sonnencreme losgestapft. Es war zwar nicht ewig lang aber Kilometer warens trotzdem. Zu meiner Ueberraschung hatte ich urploetzlich Lust am Laufen. Wohl doch zu lang nichts getan ;)
In Punakaiki gabs dann am naechsten Tag nach dem auschecken noch die Pancake Rocks. Die hatten wir aber erst entdeckt, also ich eine aeltere Dame danach fragte und sie leicht ueberrascht antwortete "sie stehen quasi davor" oh, ok, ups, schoene Rocks...jo, soviel also dazu - kann man, muss man aber nicht.
An dem Tag war aber spaetestens klar, dass Maenner genauso gern wie Frauen, wenn nicht schlimmer, Leute beobachten und dazu dann Komentare abgeben, die ich lieber nicht gehoert haette und dass die Hitze erbarmungslos war bzw ist.

Und nun waeren wir beim heutigen Datum :) (endlich, werden die meisten denken)
wir sind in Greymouth im Global Village Hostel angekommen und machen hier erstmal 3 Tage nichts, da mein Kreislauf wohl Urlaub will.
Ist aber nicht tragisch, weil das Hostel, trotz seiner Groesse, echt schoen ist!
Draussen ist es, wie in den letzen Tagen, extrem heiss, was mich dazu veranlasst drinn zu bleiben, um auch meiner Haut Auszeit zu geben.

Sodele, nur noch ein Sonderthema, dann haetten wirs geschafft:
Die Sandflys...winzig kleine, Obstfliegenartige, leise, abgrundtief boese, beissende Mistfiecher (schreibt man Fiecher so?). Und genau die lieben mich...Super...
Wenns hier kein anderer tut - die tuns...wow, ich bin ueberwaeltigt.
Meine Beine sehen von den Stichen aus, wie Graterlandschaften und das Kratzen kann ich sogar mit der Bettdecke oder mit saemtlichen Dingen, die da so liegen und oder stehen. Etwas Mitleid bitte - die tun naemlich mehr weh, als so laepperige Schnackenstiche. Aber ich bin ja ein starkes Maedel - also kommt bloss her ihr Dinger! ;)

Ach und: ich bin nicht down under, das sagt man naemlich zu Australien und die 2 Laender zu vergleichen, ist wie wenn man sagt Fasnet ist das gleiche wie Karneval! ;)

Das wars jetzt aber wirklich fuer heut;)

4 Kommentare:

  1. Hey Süße,

    vor lauter lesen sind mir fast die Zwiebeln angebrannt :)
    Danke für die beeindruckenden Fotos.
    Die Seelöwendamen winken dir ja richtig zu ;)
    Steckt in dir eine verborgene Künstlerin? Toll geworden, der Anhänger
    Bei uns stürmt es gerade heftig.

    hdl
    Mum

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  2. Hallo Steffi,

    oka ich gebe mich geschlagen. Werde besserung geloben.

    Die Zeilen lesen sich gut und man liest daraus, dass es dir ziemlich gut geht.

    Ach ja was deine Haut betrifft kann sie ja dann Pflegen im frühlingshaften Deutschland.

    Kuss Michael

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  3. ich bin beeindruckt! Hoffe, bald wieder einen derart ausführlichen Bericht zu lesen! :)

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  4. Hi,

    bei den schönen Bildern wird man voll neidisch!!

    Ganz viele Liebe Grüsse

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